Dienstag, 26. März 2013

„Clevere Touristen, arme Hotelbetreiber?“ oder „Preisbazar am Handy“

Dass Hotels über elektronische Buchungsplattformen - HRS, Hotel.com, Trivago, Expedia, etc. - bestellt werden, ist längst geübte Praxis. Man gibt meist im voraus Ort, Datum und Zimmerwunsch ein und erhält eine Liste mit den aktuellen Preisen.

Die Buchungsplattform checkfelix.com hat kürzlich eine neue praktische iPhone-App veröffentlicht, mit der die Preise für Hotels noch effizienter verglichen werden können - www.checkfelix.com/iphone.

Die smarte App zeigt nämlich direkt die freien Zimmer in der nahen – auf Wunsch auch weiteren – Umgebung an. Wer in einem Ort aus dem Zug steigt oder sein Auto einparkt, bekommt sofort die entsprechenden tagesaktuellen Angebote geliefert.

Ein Test in der Praxis kürzlich in Dresden zeigte die Pluspunkte für den Gast und was es seitens der Hotellerie noch zu lernen gibt. Nach der Anreise und beim erholsamen Snack am frühen Abend checken wir das Angebot. Für preiswerte 67 Euro ist ein Zimmer in einem 4-Sterne-Haus im Herzen der Altstadt zu haben. Der Preis erscheint wohlfeil. Aufgrund der Nähe buchen wir nicht am Handy, sondern gehen die paar Schritte zum Hotel.
Auf die Frage nach einem Zimmer bietet uns die Rezeptionistin eines um 117 € an. Die „Drohung“, es jetzt via Handy um 67 € via HRS zu buchen (wovon das Hotel noch Provision zahlen muss), lässt nach einem kurzen Anruf an intern höherer Stelle den Preis sofort sinken. Zwar „nur“ auf 87 €, aber wir wollen nicht weiter diskutieren. Das sei, so die Auskunft, der Preis, mit der das Haus an diesem Tag bei HRS gelistet sei. Später am Abend testen wir die Buchung bis vor den finalen Knopfdruck, es wäre bei den 67 € geblieben …

Was bleibt ist die Erfahrung, dass manche Hotels die Spielregeln des elektronischen Buchungsmarktes offenbar noch nicht intus haben. Und sie werden dazulernen müssen, denn immer mehr Kunden haben unterwegs smarte Endgeräte bei der Hand, mit deren Hilfe sie die Preise sofort vergleichen können. Da wird wenig Spielraum für jene Anbieter bleiben, die glauben, sich bei den direkt an der Rezeption fragenden Spontangästen eine goldene Nase verdienen zu können.

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