Dienstag, 17. Februar 2009

„Eine heiße Gondel“ oder „Aufguß-Marketing“

Ausgefallene Ideen zum Ankurbeln der Tourismusströme sind stets gefragt und die Fremdenverkehrsmanager ständig auf der Suche nach neuen. Im kühlen Finnland können Hitze suchende Gäste jetzt auch während einer Seilbahnfahrt schwitzen – in der ersten Saunagondel der Welt.

Im finnländischen Skigebiet Ylläs nahe der Grenze zu Schweden errichtete die österreichische Firma Doppelmayr die derzeit größte Seilbahn Finnlands, die 8-MGD „Ylläs 1“, die 2008 in Betrieb genommen wurde. Es ist dies übrigens erst die zweite Gondelbahn Finnlands (die erste installierte ebenfalls Doppelmayr anno 2000 in Levi).

Bisher weltweit einzigartig ist dabei die Sauna-Gondel: die Ylläs-Bahn ist mit zwei Kilometern nicht nur die längste finnische Seilbahn, sie hat neben einer VIP-Gondel als heiße Neuheit eine Sauna-Gondel. In der Bergstation wurde eine herkömmliche Sauna eingerichtet. Daneben steht die Saunagondel, die elektrisch aufgeheizt wird. Die Saunagäste begeben sich von den Saunaräumlickeiten in Badekleidung in die Kabine, die dann ins Förderseil eingeklinkt wird. Der schwebende Schwitzkasten fährt zuerst hinunter ins Tal und dann wieder bergauf, die Rundfahrt dauert 13 Minuten. Für alle Fälle werden Wärmekleidung und ein Feuerlöscher mitgeführt. Vier verspiegelte Einwegfenster bieten Ausblick auf die endlosen lappländischen Kiefern- und Birkenwälder.

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„Natürlich“, sagt Aki Rundgren, Manager des Sport Resort Ylläs, „ist die Saunagondel auch ein Gag für das Marketing. Skigebiete gibt es genug in Skandinavien und dem Rest der Welt. Da braucht man schon etwas Spezielles. Aber eine Sauna, die höchsten Ansprüchen genügt, ist sie eben auch.“

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Wer weiss, wenn schon nicht Österreichs Seilbahnwirtschaft, vielleicht schaut sich die ÖBB die Idee ab. Ein Saunawagon speziell auf den Nachtstrecken wäre eine echte Bereicherung…


Manfred Hluma

Mittwoch, 31. Dezember 2008

Good vibrations

In der Englisch-Sprechstunde ringt die Mutter um Argumente. Die Kenntnisse ihres 15-jährigen Sprösslings seien mehr als bescheidenen bzw. eher Besorgnis erregend. Tapfer hält sie entgegen, dass Ihr Sohn bereits im Vorschulalter Englisch-Unterricht bei einem native speaker genossen und deshalb auch eine gute Aussprache hätte. "Ja", quittiert die Lehrerin trocken, "aber mit mir spricht er ja nicht."

Selbiger Jüngling erklärte mir jüngst das Spiel, das all seine subjektiv gefühlte Freizeit völlig ausfüllt, nämlich "Guild Wars". Ein Strategiespiel, konkret ein MMORPG, d.h. ein "Massive(ly) Multiplayer Online Role-Playing Game". Da organisieren sich weltweit über vier Millionen Spieler in rivalisierenden und Bünde schmiedenden Gilden, deren Mitglieder sich aus Derwischen, Kriegern, Elementarmagiern, Mönchen, Ritualisten, Waldläufern und einigen anderen Charkteren zusammensetzen. En passant erzählte er mir von den Mitgliedern seiner Gilde, die in Deutschland, Australien, China und Kanada säßen. Tja, und natürlich müsse man da Strategien absprechen und mitunter auch mal den einen oder anderen via Skype oder Teamspeak anrufen, um geplante Aktionen effektiv umsetzen zu können.

Ahem. Interessant. Komplexes Spiel und richtige Kommunikation. In welcher Sprache? "Na, Englisch natürlich"

Hm. Frißt uns manchmal der Alltag auf? Auch der Berufs-Alltag. Vergessen wir nicht zu oft, dass Kommunikation auch Spaß machen soll? Dass sie über die reine Wissensvermittlung hinaus auch ein Feeling vermitteln sollte? Good vibrations. Und die wünsche ich uns allen für das kommende Jahr.

Freitag, 19. Dezember 2008

"Linksmu Kaledu! oder „Ausländische Weihnachtsgrüße von A - Z“ (Teil 2)

Geschäftsverbindungen werden immer internationaler und man staunt immer wieder, mit welchen exotischen Regionen heimische Firmen in Verbindung stehen. Damit man bei den entsprechenden Weihnachtsgrüßen punkten kann, hier die Übersetzungen in diversen Sprachen. Im zweiten Teil von Kom bis Zulu.

Kom (Kamerun): Isangle Krismen!
Korsisch: Bon Natale!
Krio: Appi Krismes!
Kroatisch: Sretan Bozic!
Kurdisch: Seva piroz sahibe!
Ladinisch: Bon Nadel!
Lakota: Wanikiya tonpi wowiyuskin!
Lettisch: Prieci'gus Ziemsve'tkus!
Littauisch: Linksmu Kaledu!
Luganda: Amazalibwa Agesanyu!
Luxembourgeois: Schéi Krëschtdeeg!
Malaysisch: Selamat Hari Natal!
Maltesisch: Nixtieklek Milied tajjeb!
Makassar: Salama' Natal!
Mandarin: Kung His Hsin Nien!
Manx: Nollick ghennal!
Maori: Kia orana e kia manuia rava!
Mazedonisch: Streken Bozhik!
Monégasque: Festusu Natale!
Ndogo: Esimano olyaKalunga gwokombandambanda!
Nepali: Krist Yesu Ko Shuva Janma Utsav Ko Upalaxhma Hardik Shuva!
Norwegisch: God Jul!
Palauanisch: Ungil Kurismas!
Polnisch: Wesolych Swiat!
Portugiesisch: Boas Festas!
Quechua: Sumaj kausay kachun Navidad ch'sisipi !
Rapa-Nui: Mata-Ki-Te-Rangi!
Rätoromanisch: Bella Festas daz Nadal!
Roma: Bachtalo krecunu Thaj!
Rumänisch: Craciun fericit!
Russisch: Pozdrevlyayu s prazdnikom Rozhdestva!
Sámi: Buorit Juovllat!
Sardinisch: Bonu nadale!
Schottisches Gaelisch: Nollaig chridheil!
Schwarzfuß: I'Taamomohkatoyiiksistsikomi!
Schwedisch: God Jul!
Schwyzerdütsch: Schöni Wienacht oder E guëti Wiënachtä!
Serbisch: Sretam Bozic!
Sizilianisch: Bon Natali!
Slowakisch: Vesele Vianoce!
Slowenisch: Vesele bozicne praznike!
Spanisch: Feliz Navidad!
Suaheli: Krismas Njema Na Heri!
Tagalog: Maligayang Pasko!
Tahitisch: Ia ora i te Noera!
Thai: Suksan Wan Christmas!
Tschechisch: Prejeme Vam Vesele Vanoce!
Ukrainisch: Veseloho Vam Rizdva!
Ungarisch: Kellemes Karacsonyiunnepeket!
Vietnamesisch: Chuc Mung Giang Sinh!
Walisisch: Nadolig LLawen!
Weißrussisch: Winshuyu sa Svyatkami!
Yupik/Sibirisch: Quyanalghii Kuusma!
Zulu: Sinifesela Ukhisimusi Omuhle!

Donnerstag, 18. Dezember 2008

„Shubh Naya Baras!“ oder „Ausländische Weihnachtsgrüße von A - Z“ (Teil 1)

Viele Geschäftsverbindungen werden laufend internationaler und man staunt immer wieder, mit welchen exotischen Regionen heimische Firmen in Verbindung stehen. Damit man bei den entsprechenden Weihnachtsgrüßen punkten kann, hier die Übersetzungen in diversen Sprachen. Im ersten Teil von Afrikaans bis Kirundi.

Afrikaans: Geseende Kerfees!
Albanisch: Gëzuar Krishlindjet!
Apache: Gozhqq Keshmish!
Arabisch: I'D Miilad Said!
Aragonese: Nabidà!
Armenisch: Shenoraavor Nor Dari!
Asturisch: Bones Navidaes!
Bandang: Mbung Mbung Krismie!
Bengalisch: Shuvo Baro Din!
Bislama: Mi wisim yufala eerywan one gutfala Krismas!
Bretonisch: Nedeleg laouen!
Bulgarisch: Vasel Koleda!
Chaha (Äthiopien): Bogem h n mh m!
Cherokee: Danistayohihv!
Cheyenne: Hoesenestotse!
Dänisch: Glædelig Jul!
Deutsch: Fröhliche Weihnachten!
Englisch: Merry Christmas!
Eskimo: Jutdlime pivdluarit!
Esperanto: Gajan Kristnaskon!
Estnisch: Rõõmsaid Jõulupühi!
Faroer: Gledhilig jól
Finnisch: Hyvää Joulua!
Flämisch: Zalig Kerstfeest!
Französisch: Joyeux Noël!
Friaulisch: Bon Nadâl!
Friesisch: Noflike Krystdagen!
Georgisch: Gilotsavt Krist'es Shobas!
Griechisch: Kala Christougenna!
Hausa: Barka da Kirsimatikuma!
Hawaiianisch: Mele Kalikimaka!
Hebräisch: Mo'adim Lesimkha!
Herero: Okresmesa ombwa!
Hindi: Shubh Naya Baras!
Holländisch: Vrolijk Kerstfeest!
Indonesian: Selamat Hari Natal!
Irisch: Nollaig Shona Dhuit!
Iroquois: Ojenyunyat Sungwiyadeson homungradon nagwutut!
Italienisch: Buon Natale!
Japanisch: Shinnen omedeto!
Javanesisch: Sugeng Natal!
Jiddisch: Gute Vaynakhtn!
Kantonesisch: Seng Dan Fai Lok!
Katalonisch: Bon nadal!
Kirundi: Noeli Nziza!

Dienstag, 25. November 2008

„Vom Gast 2.0“ oder „Mit Blogs um Gäste buhlen“ (3)

Aktivitäten der Österreich Werbung im Web 2.0

Unter Federführung bzw. Moderation der Österreich Werbung entstanden bisher folgende Österreich-Auftritte auf Web 2.0-Plattformen

www.xing.com/net/austriatourism2.0
„Touristiker aus Österreich“-Gruppe im Online-Business-Netzwerk XING

www.facebook
Österreich-Fansite unter „Austria“ mit über 200 Mitgliedern

www.twitter.com/austriatourism
soziales Netzwerk und ein Mikro-Blogging-Dienst. Angemeldete Benutzer können Text-Nachrichten mit maximal 140 Zeichen posten

www.flickr.com/austriatourism
Best of-Fotos der ÖW auf der Fotosite

www.youtube.com/austriatourism
Österreich-Kanal mit bisher über 40 Videos auf dem Videoportal Youtube

www.vimeo.com/austria
Österreich-Kanal auf dem Videoportal Vimeo

www.delicious.com/austriatourism.com
wichtige Links uns Linksammlungen für den B2B-Bereich auf der Bookmark-Site Delicious

Wegweiser durchs Web 2.0
Wie funktioniert das Web 2.0 überhaupt und wie kann ich es als Businessmotor einsetzen? Die ÖW präsentiert mit „Travel 2.0 in Österreich“ einen Guide für Touristiker. Der Wegweiser durch das „Social Web“ zum Download unter blog.austriatourism.com.


Blogroll für Gäste - Einige Blog-Projekte aus Österreich

Gasthaus Gletscherblick/Stubaital
www.gletscherblog.at

Hotel Glockenstuhl/Westerdorf
blog.glockenstuhl.at

Hotel Rudolfshof/Kaprun
www.rudolfshof.com

Karin Schmollgruber-Tourismusblog
www.fastenyourseatbelts.com

Kärnten-Blog von Ed Wohlfahrt
www.kaerntenblog.at

Kärnten Werbung
blog.kaernten.at

Lammertal-Blog
www.lammertal.info/blog

Ötztal-Blog
www.oetztalblog.com

ÖW-Kulinarik-Blog
blog.austria.info

ÖW-Tourismus-Know-how-zum-Angreifen-Blog
http://blog.austriatourism.com

SalzburgerLand Jugend-Portal
community.onebigpark.at

Sporthotel Stock/Zillertal
www.stock24.tv

St. Anton-Blog
www.stantonamarlberg.blogs.com

Weinviertler Museumsdorf-Blog
www.museumsdorf.wordpress.com

Weinviertler Winzerblog
www.winzerblog.at

Zell am See/Kaprun-Blog
blog.zellamsee-kaprun.com

Zillertal-Blog
www.zillertalblog.at

Alexandra Gruber

Sonntag, 23. November 2008

„Vom Gast 2.0“ oder „Mit Blogs um Gäste buhlen“ (2)

Tourismus-Wissen zum Angreifen„das ist ein blog, ein echter natürlich … Wir kennen das ungeschriebene Gesetz der Blogosphäre, dass Werbung in blog-Texten absolut nix verloren hat“, heißt es in der Einleitung zum ersten Coporate Blog der Österreich Werbung, in dem ein Grüppchen Mitarbeiter der Österreich Werbung über ihre Erlebnisse vom Speisen, Trinken und Reisen in Österreich im „Kulinarisch Reisen"-Blog posten. Mittlerweile hat ein weiteres Blog der Österreich Werbung (ÖW) seine Seiten geöffnet: Das „Tourismus Know-how zum Angreifen“-Weblog präsentiert sich als Plattform für Wissensvermittlung. Das ÖW-Team „Research & Development“ bringt hier Infos aus der Tourismusforschung für Österreichs Touristiker auf den Punkt.
Ihre persönlichen Beobachtungen über das Treiben im Salzburger Lammertal tragen seit Mai 2008 zehn BloggerInnen – Experten aus dem Tourismusverband und Beherbergungsbetrieben – zusammen. Ziel des munteren Bloggens ist es, das Google-Ranking des Webportals zu verbessern sowie die Themenbreite zu erweitern. Mit dem Lammertal-Lesezeichen haben die Touristiker ein offline-Werbemittel geschaffen, das per URL auf das Blog hinweist und zudem die Gäste ermuntert, ihre Urlaubserlebnisse im Web 2.0 zu deponieren. „Wenn es Ihnen gefallen hat, berichten sie darüber“, steht hier plus eine Liste von Webadressen wie Holidaycheck, Tripadvisor oder Youtube.

Urlaub für die Ohren
Täglich grüßen jüngst auch die Tourismusexperten aus Zell am See-Kaprun über ihr Blog. Zudem erlebt hier auch die Web 2.0-Anwendung des Podcastings ihren Praxiseinsatz: Moderator Sebastian Kaufmann präsentiert regelmäßig aktuelle Infos, Tipps und Termine zur Destination, die als MP3-Datei zum Download für Ipod & Co bereitstehen (podcast.zellamseekaprun.com). Auf Podcasting setzen übrigens auch die ÖBB (Österreichische Bundesbahnen): Das MP3-Abo zum Hochladen bietet neben den mehrmals täglich aktualisierten Top-News, Informationen zu verschiedenen Reisezielen der ÖBB, Reiseliteratur- und Hörbuch-Empfehlungen und anderes Unterhaltsames zum Abhören (podcast.oebb.at).

Ein Blog bietet für touristische Unternehmen und Regionen die Möglichkeit,

• rasch, einfach und selbstständig authentische Inhalte aus dem Unternehmen im WWW zu kommunizieren
• über ein Sprachrohr für Neuigkeiten u. a. zu verfügen
• Fotos, Videos, Links u. a. im Rahmen des Webauftritts zu publizieren
• durch die Kommentarfunktion in direkten Dialog mit dem Gast zu treten
• auch die Gäste als Autoren zu Wort kommen zu lassen und damit eine Kommunikationsplattform für deren Erlebnisse zu schaffen

• die Gäste durch die laufende Berichterstattung wiederholt auf das eigene Webportal zu holen
• einen Service für Stammgäste zu bieten
• das Suchmaschinen-Ranking zu verbessern, da die Suchmaschinen die Aktualität von Websites einbeziehen – Bloggen bedeutet regelmäßig neue Inhalte auf dem Webportal.
• das Blog auch als Medium für die interne Kommunikation zu nutzen. Auch die Mitarbeiter bleiben gern auf dem Laufenden über das Geschehen an ihrem Arbeitsplatz

Noch mehr über Tourismus-Blogs in Kürze

Alexandra Gruber

Freitag, 21. November 2008

„Vom Gast 2.0“ oder „Mit Blogs um Gäste buhlen“ (1)

Mehr und mehr Touristiker versuchen sich im virtuellen Tagebuch mit Schreiben, Posten und Hochladen. Hier das Neueste aus Österreichs touristischer Blogosphäre.

„Einmalig guat, dass musst Du kosten. ‚Strankalan gehen in die Höh´ und Fisolen sind am Boden’ und ‚A Strankerle ist eine junge Fisole!’ Über solche und ähnliche Weisheiten konnte man sich beim Fisolenfest in St. Margarethen im Rosental aufklären lassen …“
So beginnt Blogger „Erlebnis.net“ seinen Eintrag vom 24. September ´08 im offiziellen Weblog der Kärnten Werbung (http://blog.kaernten.at)

Virtuelle Tagebücher, auch Blogs genannt, prägen neben anderen interaktiven Formen wie Social Networks wie etwa Facebook, Xing usw. und diversen Community-Plattformen wie z. B. Youtube, Flickr, Tripadvisor prägen maßgeblich das Web 2.0. Blogs haben mittlerweile eine riesige Anhängerschaft. So zählt eine aktuelle Studie der Werbeagentur Universal McCann im Mai 2008 346 Millionen Blog-Leser rund um den Globus und 184 Millionen, die zumindest einen Blog eröffnet haben.

Blogging gibt Usern unter anderem die Möglichkeit, der Öffentlichkeit Inhalte jeder Art zu kommunizieren. Eine unüberblickbare Anzahl an Reiseberichten im WWW, die z. B. auf Blog-Plattformen wie Travelpod.com, eine der zehn meist besuchten Blog-Seiten weltweit, publiziert werden, zeugen vom überdurchschnittlich hohen Interesse der Travelcommunity am so genannten User Generated Content.

Gast 2.0 abholen„Prinzipiell sollten sich Touristiker mit den Möglichkeiten des Web 2.0 auseinandersetzen und zumindest damit experimentieren“, findet Karin Schmollgruber, Web 2.0-Expertin und Autorin des Tourismusmarketing-Blogs FastenYourSeatbelts.at. Im Rahmen der Schönbrunner Tourismusgespräche 2008, die heuer unter dem Motto „Der Gast im digitalen Glashaus“ standen, zog Schmollgruber positive Bilanz über die touristischen Web 2.0-Aktivitäten in Österreich: „Bei vielen Touristikern ist schon angekommen, worum es dem Gast 2.0 geht, wie z. B. um den authentischen, persönlichen sowie interaktiven Zugang.“

Zu den jüngsten Projekten in Österreich zählt etwa das offizielle Blog der Kärnten Werbung, das im Probebetrieb auf dem Kärnten-Webportal zu finden ist. Das Blog beinhaltet echte Tipps und persönliche Urlaubserlebnisse. „Echten“ Blog-Charakter erreicht das Reisetagebuch, weil alle, die sich anmelden, hier ihren „Senf“ abgeben dürfen. Ein „kärntenfan“ posted hier ebenso über den Weltcupwandertag in Bad Kleinkirchheim (plus Video) wie eine „Wedding-Planerin“, die nach Tipps für die Hochzeit eines irischen Paars sucht.

Zweites Standbein im WWW
Zu den Web 2.0-Errungenschaften zählt auch das Weblog des Weinviertler Museumsdorfs, das ein zweites Kommunikationsstandbein neben der Website sein soll: Das Webportal beleuchtet die „seriöse Seite“, sprich die Fakten über das Museumsdorf, das Blog erlaubt den „menschlichen Blick“ hinter die Kulissen, eine Menge Fotos inklusive: Nicht nur etwa 60 Leser pro Tag informieren sich darüber, was sich im Museumsdorf so abspielt, das großteils von einer Mitarbeiterin geführte Blog entpuppt sich auch als wichtiges internes Medium für die ca. 30 Mitarbeiter, die via virtuellem Tagebuch laufend über das Geschehen an ihrem Arbeitsplatz informiert werden.

Mehr über Tourismus-Blogs in Kürze.
Alexandra Gruber

Mittwoch, 19. November 2008

„Kahle Köpfe“ oder „Vom Ende der Schlangen“

Mit einer bemerkenswerten Guerrilla-Aktion agierte jüngst die neuseeländische Fluggesellschaft Air New Zealand. Dass Fluggäste sich beim Einchecken am meisten ärgern, wenn sie dabei lange warten müssen, ist eine Binsenweisheit. Umso weniger verständlicher ist es, dass es bei vielen Airlines kaum Anstalten gibt, die Warteschlangen vor den Schaltern zu verringern.
Anders die Air New Zealand. Sie führt nun neue Check-In-Kioske ein, die die Abwicklung beschleunigen sollen. Um diesen neuen Service auch originell zu promoten, ließ sich die Fluglinie etwas Originelles einfallen und setzte auf eine
besondere Platzierung ihrer Botschaft.
Für das Ziel, ihren schnelleren Check-In-Service für Inlandsflüge bekannt zu machen, wurden kahlgeschorene Hinterköpfe eingesetzt. Die Überlegung: Wo wünschen sich Menschen ganz besonders, dass alles in bisschen schneller geht? Wenn sie in einer Warteschlange stehen. Und wo schauen sie dort meistens hin? Auf den Hinterkopf des Vordermanns.
Dieser Logik folgend hatte die Fluggesellschaft Freiwillige gesucht, >sich als menschlicher Werbeträger zu bewerben. Der Ansturm bei zwei Castings in Auckland und Christchurch war groß – immerhin winkten 1.000 Neuseeland-Dollar (rund 470 Euro). Für 50 Auserwählte hieß es dann: Schere, Rasierer und dann Tätowierer frei! Doch keine Sorge: Die mit Henna auf den Glatzen aufgetragene Botschaft „The End of the Domestic Check-In Queue Is Coming“ verblasste nach rund zwei Wochen. Dank neuer Check-In-Kioske, die den herkömmlichen Schalter ersetzen, und schnellerer Prozesse für die Gepäckaufgabe gehören lange Schlangen am Air New Zealand-Check-In an neuseeländischen Flughäfen der Vergangenheit an. Immerhin investiert die Airline 16 Millionen Neuseeland-Dollar (circa 7 Millionen Euro) in diese Initiative.
Manfred Hluma
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hlumamanfred - 25. Mär, 10:15
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Carlaa - 1. Mär, 00:08

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