Tourismus

Freitag, 25. April 2014

Wer teilt, hat mehr - Share Economy im Tourismus (1)

Tauschen und Teilen erlebt auch im Urlaub einen Aufschwung. Der Tourismus kann von dem Bedürfnis nach mehr persönlichem Kontakt profitieren – mithilfe von Apps, Kooperationen und dem Erlebnis der Privatsphäre.

Text: Florian Wörgötter

Copyright: dreamstime.com

Die Menschen teilen nicht erst, seit es Facebook gibt. Doch noch nie waren sie so großzügig wie heute: Sie organisieren Beifahrer (mitfahrgelegenheit.at), besorgen ihre Einkäufe mit dem Leihauto (car sharing.at), mieten Schreibtische in Büros (needspace.com), streamen Musik über Clouds (spotify.com) oder kochen mit Fremden gemeinsame Abendessen (cookening.com). Wer dringend eine Toilette sucht, bekommt sogar Zutritt zu fremden Badezimmern (airpnp.co). Vorausgesetzt, man ist ein registriertes Mitglied auf einer dieser Sharing-Plattformen.

Zugang statt Eigentum
Das Geben ist das neue Nehmen, das Teilen das neue Haben – so sehen das zumindest die Anhänger der Share economy, eines Trends, der auf kollaborativem Konsum basiert und von sozialen Medien und smarten Technologien beflügelt worden ist. Diese Menschen teilen Ressourcen wie Zeit, Raum, Wissen, essen, Können, Geld – und vor allem: Vertrauen. Sie verwenden Waren weiter, anstatt sie wegzuwerfen. Sie nutzen Eigentum gemeinsam anstatt alleine. Sie bezahlen den Nutzen eines Gutes auf Zeit, ohne es zu kaufen. „Nicht mehr der Besitz zählt, sondern der Zugriff darauf“, so beschrieb der Vordenker Jeremy Rifkin den Trend schon im Jahr 2000 in seinem Buch „Access“. Für manche aber ist dieses neue Tauschen und Teilen nichts mehr als ein alter Hut. Was ist nun wirklich neu an der Share economy? „Neu sind das Ausmaß und die Menge des Teilens die digitalen Kommunikationsformen im Internet und die neuen Formen der Gemeinschaft, die daraus entstehen“, erklärt Anja Kirig vom Zukunftsinstitut Deutschland. „Neu ist auch, dass wir unser Konsumdenken verändern, zum Teil aus nachhaltigen Motiven, zum Teil aus finanziellen.“

Weniger ist mehr
„Wer teilt, greift auf eine Menge zu, die er niemals besitzen könnte“, erklärt Dietmar Dahmen. Der Marketingexperte berät seit zwanzig Jahren Unternehmen, wie sie ihr Branding zukunftstauglich machen. Sharing bedeute nicht, weniger zu haben. „Wenn wir ein Auto teilen, haben wir davon nicht die Hälfte, sondern wir haben das ganze Auto, aber eben nur, solange wir es benötigen.“ Entscheidend für den Erfolg des Tauschens im Internet seien drei Dinge: erstens die Kontrolle durch die Nutzer, die ihre Tauscherfahrungen in Schulnoten oder Kommentaren bewerten – mit einem Blick wird ersichtlich, wie zuverlässig ein Teilnehmer ist; zweitens eine Versicherung, die im Schadensfall für die finanzielle Vergütung aufkommt; drittens die digitale Transparenz, genau zu wissen, wo in unmittelbarer Nähe das nächste gesuchte Gut zu finden ist. Laut Dahmen hat die Share economy der Bedürfnispyramide eine neue Spitze aufgesetzt. Ganz oben thronte bislang das Grundbedürfnis der Selbstverwirklichung, das von fehlendem Besitz eingeschränkt wurde. „Share economy verhilft Menschen dazu, sich selbst zu verwirklichen.“ Das solle auch das Ziel des Tourismus sein: dem Gast zu helfen, sich selbst zu verwirklichen.

Live Like A Local
Nüchtern betrachtet, war der Tourismus stets eine Share economy. Gemeinschaftlicher Konsum am Hauptplatz oder im Hotel macht für viele Gäste erst das Reiseerlebnis aus. Auch der Verleih von Ski oder Booten ist nicht neu. Und schon gar nicht, sein Privatzimmer zu vermieten. Vor allem in der Stadt teilen Bewohner Kultur und Infrastruktur mit den Gästen, meint Norbert Kettner, Direktor von WienTourismus. er beobachtet einen wachsenden Einfluss der internetbasierten Share economy zum einen auf die Mobilität, was die steigende Nutzung des Car- und Bikesharings belegt, zum anderen auf die Beherbergung. „Der globale Trend des Wohnens auf Zeit, wie ihn Airbnb und Co anbieten, wird immer stärker. Das Motto lautet: ,Live Like A Local‘ – und zwar in jeder Beziehung.“ Immer mehr Touristen übernachten nicht mehr im Hotel, sondern bei Privaten, die ihre Couch, ein Zimmer, die ganze Wohnung oder ihr Haus im Internet anbieten. Onlineplattformen wie Couchsurfing oder Hospitality Club stellten einst noch den interkulturellen Erfahrungsaustausch in den Vordergrund und untersagten das kommerzielle Vermieten. Airbnb entwickelte daraus 2007 ein Geschäftsmodell und kassiert seitdem Millionen an Provision pro abgeschlossener Buchung. Wimdu und 9flats bieten ein ähnliches Service an. Die Hotellerie hatte schon immer ihre Schwierigkeiten mit dem rechtlichen Graubereich der Privatvermietung. Seit Airbnb ist diese aber zur ernsthaften Konkurrenz geworden. „Der Trend ist interessant, weil Gäste über diese Angebote anreisen, die sonst nicht gekommen wären. Tourismus kann in Gegenden und Stadtteilen stattfinden, wo sonst Gäste nicht hinfinden“, beschreibt Maria Wottawa die Vorteile dieses Trends. Sie leitet den Bereich Themenmanagement/Regionen der Österreichischen Hoteliervereinigung – und betont mit Nachdruck: „Alle Anbieter müssen nach den gleichen Regeln spielen.“ Ins selbe Horn bläst Kettner: „Wir können einen sozialen Trend nicht ignorieren, aber wir können dafür sorgen, dass alles transparent abläuft. Die Spielregeln festzusetzen ist Aufgabe der Politik.“ es fehle an Rahmenbedingungen, die einen fairen Wettbewerb sicherstellen. Kurz: gleiche Auflagen, gleiche Vorschriften, gleiche Abgaben für alle, die eine ähnliche Leistung anbieten. Dennoch bringe es wenig, über gesellschaftliche Entwicklungen zu jammern, meint Kettner. „Hoteliers müssen sich neuen Trends schneller anpassen und proaktiv mit ihnen umgehen.“

Geteiltes Leid, halbes Leid
Wer als Touristiker von der Share economy und der Onlineprivatvermietung lernen möchte, muss verstehen, was die Menschen dazu bewegt, ein bereits bewohntes Zimmer den Servicestandards eines Hotels vorzuziehen. „Die Gäste suchen Lokalkolorit und den Anschluss zu den einheimischen. Sie wollen maßgeschneiderte Insidertipps und jenseits des Mainstreams reisen“, analysiert Wottawa die Wünsche der Privatmieter. Klassische Beherbergungsbetriebe nehmen sie als unübersichtlich oder unpersönlich war. Vermutlich erhoffen sie sich auch einen günstigeren Preis. „Manche möchten einfach hip und zeitgeistig sein.“ Auch Kirig sieht die Lösung für den Tourismus darin, die Sehnsüchte hinter dem Trend aufzugreifen: den Wunsch nach dem Privaten und Persönlichen, dem Individuellen und dem Authentischen, dem Vertrauen und dem Leben der Menschen vor Ort. „Couchsurfer werfen einen voyeuristischen Blick in eine alternative Lebenswelt, was für sie wohl das Spannendste am Konzept ist“, beschreibt Kirig den Reiz von Airbnb und Co. Hoteliers müssten ihren Gästen über die Atmosphäre das Gefühl geben, dass sie nicht in einer austauschbaren Pension wohnen. Besonders die Mitarbeiter könnten das Gefühl von Heimat auf Zeit vermitteln. Kirig verweist auf ein Konzept der Indigo-Hotels, die in ihren Lobbys interaktive Touchscreens aufstellen. Mitarbeiter empfehlen auf diesen Plattformen ihre Lieblingsplätze in der Region. „Wenn die Menschen gerne an einem Ort wohnen, strahlt das auch auf die Touristen aus“, ist sie überzeugt.

FORTSETZUNG FOLGT

Mehr Texte, Bilder und Töne von Florian Wörgötter finden Sie hier: http://phonographix.wordpress.com/

Sonntag, 17. März 2013

Social Media im Tourismus: Facebook ist ok, Foren wären besser

Social Media im Tourismus – in fast keiner anderen Branche hat das Thema mehr Relevanz. Laut einer brandaktuellen Studie sind fast alle deutschen Touristiker – wie die österreichischen auch – auf Facebook unterwegs, um ihre Fans zu mehren und den Kontakt zu ihnen zu pflegen. Aber dort, wo sich potenzielle Gäste wirklich informieren und austauschen, sind die Touristiker noch nicht zu Hause, nämlich auf den Bewertungsportalen und in diversen Foren. Vielleicht weil’s auf Facebook easy ist – und in Foren und Bewertungsportalen mehr Mühe macht, mit potenziellen Kunden umzugehen?

Mit Gästen auf Augenhöhe kommunizieren, den Dialog mit ihnen zu pflegen, das hat ja was. Wie gehen die Touristiker damit im Detail um und sind sie in den richtigen Kanälen unterwegs? Einige Antworten darauf finden sich in einer brandaktuellen Studie, die auf dem Kongress der Internationalen Tourismusbörse (ITB) präsentiert wurde. Danach hat Social-Media-Kommunikation im Tourismus sozusagen den Mainstream erreicht: 94 Prozent der deutschen Tourismusunternehmen nutzen Social-Media-Kanäle zur Unternehmenskommunikation. Das mit einigem Abstand beliebteste Netzwerk ist Facebook: 98 Prozent der deutschen Touristiker bedienen sich dieses Angebots. Danach folgen Youtube (72%) und Twitter (68%). Google+ und Bewertungsportale liegen mit je 48 Prozent so mitten drinnen. Am unteren Ende dieser Liste finden sich Pinterest (22%), LinkedIn (17 %) und Foren (15%).

Bei der Nutzung der Social Media hat der überwiegende Teil (82%) der Touristiker die Steigerung des Bekanntheitsgrad im Sinn, versteht diese Medien als Dialogplattform (75%) oder bedient sich ihrer für Promotion Aktionen. Fast nicht zum Einsatz kommen die sozialen Medien als Buchungsservice, zur Produktoptimierung oder zur Absatzsteigerung – was eigentlich schade ist, denn gerade zur Produktoptimierung, aber auch zur Absatzausweitung könnten sie gut herangezogen werden.

Ihr Engagement auf sozialen Kanälen nehmen die Deutschen durchaus ernst: 47 Prozent der Befragten haben konkrete Vorstellungen davon, wie sie ihr Netzwerk bedienen, 42 Prozent haben eine vage Idee, wie sie vorgehen und elf Prozent agieren nur aus der Situation heraus. 78 Prozent der Befragten haben sich, was ja auch sinnvoll ist, einen festen Ordnungsrahmen für die Bewegung in den sozialen Netzen gegeben – meist mit einem eigenen Social-Media-Verantwortlichen, Guidelines und definierten Fristen zur Reaktion auf Posts.

Dem Monitoring schenken die deutschen Tourismusunternehmen allerdings nur geteilte Aufmerksamkeit: 60 Prozent beobachten, was über sie in den sozialen Netzwerken gesprochen wird, die übrigen 40 Prozent verzichten darauf. Und wenn sie’s tun, dann bemühen 56 Prozent dafür auch professionelle Services – eine Notwendigkeit, wenn es um Fragen der Reputation geht, aber auch wichtig, um überhaupt reagieren zu können – proaktiv, bevor ein Shitstorm am Horizont aufzieht. Sie haben’s begriffen, könnte man sagen: 100 Prozent und somit alle im Social-Media-Business tätigen deutschen Touristiker reagieren auf kritische Posts.

Und in Zukunft? 92 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass die Relevanz der sozialen Netzwerke in den nächsten fünf Jahren zunehmen wird.

Und ganz spannend wird’s zum Schluss: Die Konsumenten suchen im Internet am ehesten Rat und Infos, so glauben die befragten Touristiker – auf Bewertungsportalen wie holidaycheck, tripwolf, tripadvisor und anderen, und nicht auf Facebook, dem Liebkind der touristischen Social-Media-Strategen.

Dienstag, 14. September 2010

"Als Pilger unterwegs" oder "Zu Fuß zum ich" (2)

Ohne großen organisatorischen Aufwand lässt sich das Seelenheil zum Beispiel bei einer geführten Pilgerwanderung in der Gruppe finden. Speziell ausgebildete Pilgerbegleiter stellen Wanderungen zusammen und stehen ihren Schützlingen zur Seite. Im Pilgerjahr 2010 finden sich unzählige solcher Touren auf dem Terminkalender. Gemeinschaftsgefühl kommt etwa auf dem Innviertler Jakobsweg von Passau nach Salzburg auf (7. bis 12. Juni) oder auf dem Jakobsweg in Tirol von der Kronburg bis St. Christoph am Arlberg (16. bis 18. Juli). Für jene, die selbst zum zertifizierten Pilgerbegleiter werden wollen, bietet die Erzdiözese Salzburg eine dreitägige Ausbildung an.

Hab und Gut mit sich zu tragen ist zwar für viele ein Bestandteil des Pilgerns, fallweise werden jedoch bereits geschnürte Packages für Individualpilger angeboten, die einen bequemen Gepäcktransport beinhalten. „Den Salzburger Jakobsweg in 8 Tagen“ kann man beispielsweise nur mit leichtem Tagesgepäck auf den Schultern absolvieren. Auf vier Etappen und knapp 100 Kilometern führt der alte Pfad von Frankenmarkt bis zum Pass Strub.

Auf der Suche nach Inspiration

Der „Jakobsweg-Virus“ steckt nicht nur die Menschen an, die aus dem Hamsterrad des Alltags ausbrechen wollen, sondern inspiriert auch Touristiker und religiöse Institutionen zu neuen Wegangeboten. Zu Ostern 2010 eröffnete der Jakobsweg Weinviertel – die Wiederbelebung einer alten Route, die ursprünglich in Krakau begann. Die Weinviertler Wegstrecke führt auf 162 Kilometern von Mikulov in Tschechien über Mistelbach und Stockerau bis nach Mautern an der Donau. Dort schließt der Weg an den österreichischen Jakobsweg in Richtung Westen an.

Der neue „Weg des Buches" vom bayerischen Passau bis ins Kärntner Arnoldstein verfolgt die Spur der Lutherbibel, der ersten Heiligen Schrift in deutscher Sprache. Der heutige Pilger beschreitet in 29 Tagesetappen dieselben Pfade wie Handwerker und Kaufleute, die Luthers Schriften mit sich führten. Zunächst geht es den alten Handelsweg entlang von Passau ins Oberösterreichische, wo sich der Wanderer inmitten der Gegenreformation wähnt, in der die Volksbibeln über Schmuggelwege in geheime protestantische Zellen geschleust wurden. Der Pfad schlingt sich durch die Steiermark vorbei an frühen protestantischen Bauernsiedlungen in Kärntens Berge.

Unter dem Titel „Pilgern und Wallfahren in Mitteleuropa“ beschäftigt sich eine neue grenzüberschreitende Initiative mit der Errichtung und Vermarktung von Wallfahrtswegen von Ungarn nach Mariazell, der Weiterführung des Jakobsweges nach Budapest sowie der Koordination von Pilgerwegaktivitäten in Österreich.

Die Via Nova ist der jüngste europäische Pilgerweg. Sie reicht von Niederbayern nach St. Wolfgang im Salzkammergut. Spirituelle Erfahrungen, landschaftliche und kulinarische Reize reihen sich entlang der 280 Kilometer langen Gesamtstrecke aneinander. Im Gegensatz zur Via Nova darf sich die Via Sacra zur Mariazeller Gnadenmutter als Österreichs älteste Pilgerroute rühmen. Der heilige Weg beginnt vor den Toren Wiens und führt durch den Wienerwald, die Wiener Alpen und das Mostviertel nach Mariazell. Bei Mostviertel Tourismus sind „Pilger-Arrangements“ buchbar, die Nächtigungen bei speziellen „Via Sacra-Gastgebern“, Routenbeschreibungen und Kartenmaterial inkludieren.
Alexandra Gruber


Pilgern im WWW

Pilgern in Österreich
www.pilgerwege.at

Pilger-Community
www.pilgern.at

Auf den Spuren der Pilger und Wallfahrer

Steirische Pilgerwege
www.pilgern.info

Burgenländische Pilgerwege
www.pilgerinfo.at

Salzburger Pilgerwege
www.pilgern.salzburgerland.com

Jakobsweg Tirol
www.jakobsweg-tirol.net

Pilgern in Kärnten
www.pilgerninkaernten.at

Hemma-Pilgerwege
www.hemmapilgerweg.com

Pilgern im Weinviertel
www.pilgerweg.cc

Weg des Buches
www.wegdesbuches.at

Via Sacra (nach Mariazell)
www.viasacra.at

Jakobswege in Österreich
www.jakobswege-a.eu

Lehrgang PilgerbegleiterIn
www.kirchen.net/tourismusreferat

„Als Pilger unterwegs“ oder „Zu Fuß zum Ich“ (1)

Als Widerpart zur multimedial geprägten und schnelllebigen Gegenwart gewinnt die Spiritualität wieder an Raum. Über die Konfessionen hinweg entdecken immer mehr Menschen das Pilgern, gehen auf alten und neuen Wegen auf Sinnsuche.

Immer wenn der 25. Juli, das Fest des Apostel Jakobus, auf einen Sonntag fällt, läuten die Glocken der Kathedrale in Santiago de Compostela in Spanien ein „Jakobsjahr“ ein, wie auch zum Jahreswechsel 2009/10. Im örtlichen Pilgerbüro wird genau Buch geführt, wer auf dem berühmten „Camino de Santiago“ die Grabstätte des Heiligen Jakob erreicht, die neben Rom und Jerusalem zu den wichtigsten spirituellen Reisezielen des Christentums zählt. Die Zahlen verdeutlichen den europaweiten Trend zum Pilgern. Im Jakobsjahr 1982 holten sich 1.860 Pilger ihre Urkunde für den erfolgreich absolvierten Jakobsweg ab, 1999 waren es bereits 155.000. Julian Barrio, Erzbischof von Santiago de Compostela, erwartet für 2010 weit über 200.000 Fußwallfahrer.

Alte Wege, neue Sehnsucht
Von allen Enden Europas brechen Menschen schon seit dem Mittelalter zu einer spirituell geprägten Fußreise ins spanische Galizien auf. Das Netz der alten Jakobswege erstreckt sich über eine Reihe christlicher Zentren. Von Budapest kommend führt etwa die Hauptroute des österreichischen Jakobswegs ab Hainburg über Oberösterreich und Salzburg nach Tirol. Der Jakobsdom in Innsbruck bildet seit den Ursprüngen des Pilgerwesens ein markantes Etappenziel auf dem Weg nach Santiago.

Die Popularität des Camino de Santiago macht sich auch hierzulande bemerkbar. Österreichs traditionsreiche und neu konzipierte Pilgerstrecken erleben eine Renaissance mitsamt ihren Bezügen zur religiösen Kultur. Sich beim Gehen auf den eigenen Lebensweg zu besinnen und buchstäblich himmlische Ruhe zu erleben, findet Gefallen. „Im Gegenzug zur körperlichen Anstrengung gewinnen die Fußreisenden Selbst-, Natur- und Gotteserfahrung“, sagt Toni Wintersteller. Er leitet die bundesweite Initiative „Pilgern in Österreich“, die seit 2008 die Interessen der christlichen Kirchenökumene sowie der touristischen Anbieter in Österreich verbindet.

Die Pilgerreise weist nämlich durchaus profane Aspekte auf. Da das Pilgern nicht an Jahreszeiten gebunden ist, heißt es, Sinn suchende Gäste speziell für die Nebensaisonen zu gewinnen. Das Klischee vom bettelarmen Pilger entspricht zumindest auf Österreichs Pilgerrouten nicht mehr den Tatsachen. Laut Berechnungen von SalzburgerLand Tourismus geben Pilger mit rund 50 Euro pro Tag nur geringfügig weniger aus als der durchschnittliche Sommergast. Im Normalfall ist die Pilgerschar über mehrere Tagesetappen unterwegs. Dadurch eröffnen sich neue Chancen für Beherbergungsbetriebe, die entlang der wieder entdeckten Wege angesiedelt sind.

Mehr als wandern„Der Pilger unterscheidet sich vom Wanderer durch die innere Einstellung, mit der er an den Weg herangeht“, weiß Wintersteller. Die pastorale Begleitung der Gäste ist ihm daher ein besonderes Anliegen. Ebenso wichtig sind jedoch die Infrastruktur entlang der Wege und der organisatorische Hintergrund. Auf www.pilgerwege.at, der Webplattform der Initiative „Pilgern in Österreich“, finden Gäste einen Überblick über Österreichs Pilgerwege, die sich auf rund 3.500 Kilometern erstrecken. Neben der Beschreibung der Routen gibt es Links zu einer Reihe von Pilgerseiten im Internet, die touristisch relevanten Informationen wie etwa Nächtigungsmöglichkeiten bieten (siehe Kasten „Pilgern im WWW“). Neben spirituell geprägten Orten wie etwa Mariazell in der Steiermark, Gurk in Kärnten und St. Wolfgang im SalzburgerLand widmen sich in den letzten Jahren auch die Tourismusorganisationen der Bundesländer der Aufbereitung von Angeboten entlang inspirierender Wege.
Alexandra Gruber

Freitag, 26. März 2010

Marketing-Trends oder Internet versus Papier?

Im touristischen Marketing zeichnet sich ein Paradigmenwechsel ab. Der klassische Angebotskatalog und die Anzeige in der Zeitung bekommen verstärkt Konkurrenz aus dem digitalen Bereich - hier einige Thesen zur erfolgreichen Medienauswahl.
Hat der klassische touristische Prospekt im Zeitalter des Internets überhaupt noch seinen fixen Platz im Marketingmix? Zugegeben, die Frage ist drastisch formuliert, jedoch durchaus inhaltlich berechtigt. Immerhin belegt das Internet als Reiseinformationsquelle der Österreich-Urlauber mit Abstand Platz Eins (Quelle Tourismus-MONitor Austria 2008/09; siehe Kasten „Informationsverhalten im Wandel“). Fakt ist überdies: Das Repertoire der Marktkommunikation hat sich durch das Medium Internet um eine Vielfalt an Spielformen erweitert. Die Marketingbudgets bleiben hingegen begrenzt – ein Umstand, der die Markenbaumeister im Tourismus dazu veranlasst, einen kritischen Blick auf die Medien für ihr Marketing zu werfen.

Operation Querbeet
„Die Kernwerte der Marke müssen bei den Zielgruppen auch ankommen. Es ist wichtig, dass wir sowohl die bestehenden wie auch die innovativen Kommunikationskanäle zum Kunden noch intensiver nutzen – und neue Netzwerke wie z. B. Social Networks im Internet besetzen, um den Kunden immer dort zu erreichen, wo er sich gerade befindet“, sagte Thierry Antinori, Marketing-Chef der Lufthansa, gegenüber der österreichischen Tageszeitung Kurier. Der jüngst von einer internationalen Jury zum Chief Marketing Officer des Jahres gekürte Marktstratege tritt für die Zielgruppenschärfung von Kommunikationsmaßnahmen ein: „Die Herausforderung ist es, den Kunden auf jeweils adäquate Weise via sämtliche Kanäle anzusprechen.“ Die gewünschte Effizienz steckt im Cross Media Marketing, der durchdachten Verknüpfung von virtuellen und realen Kommunikationskanälen, querbeet über alle Mediengattungen.
Zur Auswahl stehen die Klassiker wie Anzeigen in Printmedien, Plakate und andere Außenwerbung, Radio- und TV-Spots, Kataloge, Broschüren & Co. sowie eine ebenso breite Palette an Möglichkeiten im Internet. Noch hat das bedruckte Papier bei der Gewichtung der Medien im Marketingmix die Nase weit vorn. Laut Mediaanalyse von Focus Research generierten die Printmedien einen Anteil von 74 Prozent des Werbekuchens der österreichischen Tourismusregionen (ohne Hotels) im Werbejahr 2009. Der Anteil der Online-Medien gibt sich zwar mit sieben Prozent noch bescheiden, die Wachstumsraten lassen jedoch auf einen Höhenflug der Internet-Werbung schließen. Immerhin investierten die österreichischen Tourismusverbände 2009 drei Mal soviel in den werblichen Online-Auftritt wie im Jahr zuvor. Bei einer Fortsetzung dieses Aufwärtstrends könnte das WWW demnächst mit Radio- und Außenwerbung gleichziehen (siehe Kasten „Ein Stück vom Werbekuchen“).

Killt das Internet den Printstar?
Wissenschafter prognostizieren, dass sich das Internet im Mediensektor noch schneller durchsetzt, als bisher erwartet. Bereits in zehn Jahren werden Web-Angebote mindestens ebenso hohe Werbeeinnahmen generieren wie die Zeitungs- und Magazinbranche, so eine Studie der Fachhochschule Mainz.
Der Trend zur Nutzung virtueller Kanäle ist allgegenwärtig. In der Urlaubsinformation der Österreich Werbung treffen täglich Anfragen zum Urlaubsland Österreich ein. Hier zeichnet sich ein wachsendes Interesse an elektronischem Informationsmaterial ab. Der Prospekt, der als pdf-Dokument am Bildschirm abrufbar ist, liegt mittlerweile hoch in der Gunst der Anfragenden. Vor allem für kurzfristige Anfragen ist der digitale Prospekt eine rasch verfügbare Grundlage für die optimale Reiseplanung. Dennoch wünscht sich ein Gutteil noch Reiseunterlagen zum Blättern, die nach wie vor per Post ins Haus flattern.
„Wir wollen definitiv auf keinen Kommunikationskanal verzichten“, sagt auch Ute Hödl, Pressesprecherin von Steiermark Tourismus. Sicher, der Auftritt im Internet muss perfekt sitzen, aber auch jener auf Papier. „Printprodukte sind effiziente Instrumente, um die potenziellen Gäste überhaupt auf die Website zu holen.“ Virtuelle und reale Marketingwelten sollten sich gegenseitig ergänzen bzw. befruchten und beim Gast auf jeden Fall als Einheit ankommen.

Aufgabenteilung gefragt
Nicht die Frage „Internet oder Papier?“ steht laut Hödl zur Diskussion, sondern: In welchem Medium kommen welche Inhalte am wirkungsvollsten zur Geltung. So teilen sich die einzelnen Marketingkanäle einfach die verschiedenen Aufgaben der Kommunikation. In der steirischen Landestourismusorganisation lässt man zum Beispiel noch fleißig drucken und vertraut in zwei Bereichen auf die Papierprodukte: in der Verkaufsförderung und in der Imagebildung.
Vier mal jährlich erscheint ein Verkaufsbeileger für österreichische Printmedien in einer durchschnittlichen Auflage von 1,5 Millionen Stück. Den Lesern fallen mit den Prospekten konkrete Buchungsanregungen buchstäblich in die Hände. Zusätzlich gestaltet die Marketingschmiede in der Steiermark themenspezifische Verkaufsbroschüren als Beilage zu Special Interest Medien.
Eine andere Drucksortenschiene versteht sich als Instrument zur Kommunikation der „inneren“ Werte der Marke: In „ST.IL“, der Steiermark Illustrierten, ist Platz für Geschichten rund um den Urlaub. Wie der Titel verheißt, hat das Hochglanzprodukt, das zwei Mal jährlich in einer Auflage von 50.000 Stück aus der Druckerpresse kommt, Magazincharakter. Statt Werbesprache finden sich recherchierte, journalistische Texte sowie die passenden Bildwelten auf den vierfarbigen Seiten. „Dieses Reisemagazin punktet ganz im Sinn des Image-Transports“, meint Hödl, bietet es den Lesern durch die spannenden Inhalte doch einen ungleich höheren Nutzen als reine Werbung. Das „Magazin für Kenner und Liebhaber der Steiermark“ kann auch im Web bestellt werden und liegt bei den Partnern wie Hotels und der Gastronomie auf.

Prospekt als Stimmungstransporter
Ob saisonale Kataloge großer Reiseveranstalter oder Imagebroschüren von Destinationen, Tatsache ist: Vielerorts schrumpfen die Druckauflagen der „Werke“ aus dem Tourismus. Dies bestätigt auch Karl Reiter Junior, Geschäftsführer des Tiroler Posthotel Achenkirch. Im Reiter’schen Hotelimperium, zu dem neben dem Stammhaus in Tirol auch Resorts in den burgenländischen Orten Stegersbach und Bad Tatzmannsdorf zählen, sinkt jedoch nur die Stückzahl, die Printprodukte selbst bleiben bestehen. „Die 60-seitige, jährlich aktualisierte Imagebroschüre aus dem
5-Sterne-Wohlfühltempel versteht sich als aussagekräftige Visitkarte vor allem für Erstanfragen. Unter der Vorgabe „hochwertig“ – vom Papier über die Fotos bis hin zur Textierung – transportiert der Prospekt Qualität und Stimmung im Haus immer noch am besten“, ist Reiter überzeugt.

Die Stammgäste des Posthotel Achenkirch erhalten ein anderes Druckprodukt: die Kundenzeitschrift, gefüllt mit den Neuigkeiten aus dem Haus. Streuverluste im weiteren Sinn gibt es beim Thema „Versand von Drucksorten“ nicht, denn die Direct Mailings auf dem Postweg erreichen tatsächlich nur Stammgäste und potenzielle Kunden, die bereits ihr Interesse bekundet haben. Für diese Zwecke lohnt sich der Kostenaufwand durchaus, meint Reiter.
Von allgemeingültigen Regeln im Marketing hält Reiter ohnehin nichts: „Jeder Betrieb muss seinen unverwechselbaren Stil in der Vermarktung finden, sei es bei der Positionierung oder bei der Auswahl der Kommunikationskanäle“, meint er. Die Erfahrung lehrt, dass gerade antizyklische Maßnahmen, die jedem Trend widersprechen, oft von Erfolg gekrönt sind.

Internet-Werbung ein Muss
Im Zweifelsfall doch eher beim Drucken einen Gang zurück zu schalten und verstärktes Augenmerk auf die Markenführung direkt im Internet zu legen, empfiehlt Lukas Krösslhuber, Geschäftsführer der Region Kitzbüheler Alpen. Warum? „Die bloße Präsenz auf diversen Internet-Plattformen entwickelt sich zur Selbstverständlichkeit und stellt daher keinen entscheidenden Wettbewerbsvorteil mehr dar“, sagt er. Um sich im virtuellen Verkaufsraum abzuheben und das Markenprofil zu schärfen, sei daher im Internet auf ähnliche Maßnahmen zu setzen wie in der Wirklichkeit. „Das gesamte Paket der Online-Kommunikation vom Banner bis zum Suchmaschinen-Marketing bis hin zu Adverts wird in fünf bis zehn Jahren ‚state of the art’ sein“, versichert Krösslhuber.

Aus seiner Sicht hat die Vermarktung via so genannte Offline-Medien weiterhin ihre Berechtigung, übernimmt jedoch eine neue Aufgabe: „Der Verkaufscharakter und detaillierte Informationen werden wegfallen, denn diese Funktionen erfüllt das Internet ohnehin besser.“ So können sich die Vermieter zum Beispiel das gedruckte Unterkunftsverzeichnis getrost sparen. Auf Themen fokussierte Imagewerbung macht aber zusätzlich auch in Zeitungen und auf Plakatwänden Sinn. Und die journalistisch aufbereitete Story in einem Hochglanzmagazin, die ein riesiges Zielpublikum erreicht, kann das Internet auch bis auf Weiteres nicht ersetzen.
In der Region Kitzbüheler Alpen investiert man zwar nicht mehr in den Druck einer aufwändig gestalteten Imagebroschüre, greift jedoch auf Print-Produkte der Tirol Werbung und der einzelnen Anbieter zurück. So ganz ohne geht es dann doch nicht. Vor Ort hält der Gast zumindest kleinere Drucksorten wie den Folder vom Skigebiet auch lieber in der Hand als einen unansehnlichen Computer-Ausdruck, weiß Krösslhuber um die Stärken von Druckwerken Bescheid.
Und das Fazit? Der Prospekt hat zwar eine Menge Konkurrenz bekommen, Print-Inseln auf gutem, alten Papier werden aber in reduzierter Form bzw. in zeitgemäßer Version zunächst sicher bestehen bleiben.
Text: Alexandra Gruber


Die besten Experten-Tipps für die richtige Mischung der Maßnahmen im Tourismus-Marketing:

• Die Marke stellt nach wie vor den wichtigsten Parameter. Deren Profil und Werte zu stärken muss Aufgabe sämtlicher Medien (Print und Internet) sein.
• Die Herausforderung besteht darin, potenzielle Gäste jeweils dort zu erreichen, wo sie sich gerade befinden. Dazu besetzt man am besten ein möglichst umfangreiches Netz an Kommunikationskanälen (Cross Media Marketing).
• Zwecks einheitlichem Markenbild sollte sich eine einzige Marketinglinie über sämtliche Media-Gattungen ziehen. Allerdings muss darauf geachtet werden, den jeweils adäquaten und medienspezifischen Ton zu finden.
• Die verschiedenen Medien teilen sich unterschiedliche Aufgaben der Kommunikation, hier einige Stärken von Internet/Print:
o Informationen (Betten, Packages, Pistenkilometer, Öffnungszeiten, Preise und vieles mehr) über eine Destination/einen Betrieb sind im Rahmen des Webauftritts am besten aufgehoben.
o Verkaufsförderung online hat sich etabliert
o Drucksorten, Anzeigen & Co können die Markenwerte ausgezeichnet vermitteln und erfüllen die Funktion, die Konsumenten auf die Website zu holen




Ein Stück vom Werbekuchen

Klassische Werbespendings der österreichischen
Tourismusregionen 1-11 2009
Kanal in Prozent
TV 1,47
Radio 7,74
Außenwerbung 9,11
Online 7,02
Gelbe Seiten 0,82
Kino 0,05
Print 73,79


Klassische Werbespendings der österreichischen
Tourismusregionen 1-11 2008

Kanal in Prozent
Online 3,31
Print 70,94

Quelle: www.at.focusmr.com, Media Focus 2009, Jänner-November 2009 und Jänner-November 2008



Informationsverhalten im Wandel

Wo die Gäste des Urlaubslands Österreich ihre Informationen einholen.

2008/09
1. Internet (53 %)
2. Freunde/Bekannte/Familie (26 %)
3. Reisebüro (23 %)
4. Prospekte/Infoblätter Unterkunft (17 %)
5. Reiseführer (15 %)
6. Prospekte Region/Land (14 %)
7. Kataloge Reiseveranstalter (10 %)
8. Tourismusinformation (5 %)
9. Werbung/Berichte in Medien (4 %)
10. Messen (1 %)

2004/05
1. Freunde/Bekannte/Familie (44 %)
2. Internet (40 %)
3. Reisebüro (16 %)
4. Prospekte Region/Land (11 %)
5. Reiseführer (10 %)
6. Prospekte/Infoblätter Unterkunft (8 %)
7. Tourismusinformation (7 %)
8. Kataloge Reiseveranstalter (6 %)
9. Werbung/Berichte Medien (4 %)
10. Messen (3 %)


Quelle: T-MONA 2004/05 und 2008/09

Donnerstag, 8. Oktober 2009

„Von flitzenden Klo-Häuschen und Kürbiskegeln“ oder „Neue Tourismusideen braucht das Land“

Australien ist bekannt für witzige und ausgefallene Veranstaltungen. In den letzten Monaten standen einige skurrile Events und Wettbewerbe in Queensland auf dem Programm, für die man einen speziellen Humor haben muss. Aber eines muss man den „Aussies“ ja lassen. Sie schrecken vor nichts zurück, wenn es darum geht, mit kuriosen Veranstaltungen Gäste anzulocken.

Im September drehte sich in der kleinen verschlafenen Stadt Tully alles um Gummistiefel. Einmal im Jahr kommen dort die Einheimischen zusammen, um das „Tully Golden Gumboot Festival“ zu feiern. Der Höhepunkt ist das Gummistiefel-Werfen. Jene Person, die den Gummistiefel am weitesten wirft, gewinnt. Den Start des Festivals markiert der 7,9 Meter hohe goldene Gummistiefel, der mit einer Parade durch Tully’s Hauptstraße geführt wird. Tully liegt 140 Kilometer südlich von Cairns. (www.tullygumbootfestival.com).

Die Erdnuss hingegen stand beim „Kingaroy Peanut Festival“ im Vordergrund. Kingaroy wird auch als Australiens „Erdnuss-Hauptstadt“ bezeichnet. Der „Peanut Strongman“-Wettbewerb gilt als inoffizielle Weltmeisterschaft im Ziehen von Erdnuss-Dreschern. Das Ereignis findet sich sogar im Guinness-Buch der Rekorde. (www.kingaroypeanutfestival.com.au)

dunnyderby
Im sonst so ruhigen Outback wurde ebenfalls im September richtig viel geboten. Neben Konzerten, der Verleihung der „Waltzing Matilda Bush Poetry Awards“ und Ausstellungen von historischen Kraftfahrzeugen standen beim 20. „Outback Festival“ in Winton auch kuriose Wettbewerbe auf dem Programm. Es wurden unter anderem nach dem „Outback Iron Man“ und „Iron Woman“ gesucht, die in verschiedenen Disziplinen ihr Können unter Beweis stellen mußten. Das Highlight dabei ist das alljährliche Plumpsklo-Rennen – das „Australian Dunny Derby“. In Teams treten die Kontrahenten gegeneinander an und versuchen, am schnellsten ihr Klo-Häuschen samt „Benutzer“ durch einen Parcours zu tragen (www.outbackfestival.org).

220 Kilometer südwestlich von Brisbane, in Millmerran, trafen am ersten Oktoberwochenende an die 10.000 Menschen zum „Australian Camp Oven Festival“, um gemeinsam mitten in der Wildnis um die Wette zu kochen. Allerdings stand nicht nur Kochen auf dem Programm. Attraktionen sind Ofenklappen-Weitwürfe, Wettstreits im Briefkastenbauen sowie die „Damper Throwing Competition“. Hier gewinnt derjenige, der australische Buschbrote am weitesten wirft (www.australiancampovenfestival.com.au).

Da Australien sowiewo immer wieder mit Austria verwechselt wird, sollte man auch in der Alpenrepublik originellere Veranstaltungen organisieren.
Eine davon fand am ersten Oktoberwochenende statt: die Riesenkürbis-Staatmeisterschaft 2009 im oststeirischen Eichberg bei Rohrbach. Es galt den österreichischen Rekord von 435 kg Kürbisgewicht zu übertreffen.
Die kleine Gemeinde ist einer der rund 50 weltweit anerkannten offiziellen Riesenkürbis-Abwiegestellen der GPC (GreatPumpkinCommonwalth), der weltgrößten Riesenkürbiszüchtervereinigung.
SteirischerKuerbis2009mini
45 Riesenkürbisse aus sieben Bundesländern wurden zur GPC-zertifizierten Wiegung angeliefert. Der Siegerkürbis brachte dann ein neues Rekordgewicht von 447,5 kg auf die Waage. Zehn Kürbisse wogen über 300 kg, davon zwei über 400 kg.
Nach dieser beachtenswerten Leistung fehlt jetzt noch – mit kleineren Exemplaren - ein Weitwurf-Bewerb und die Meisterschaft im Kürbiskegeln.
Weiter Anregungen gefällig: beispielsweise ein Fiakerrennen auf der Wiener Ringstrasse, Schilfflöten-Schnitzen am Neusiedler See oder ein Fotowettbewerb „Die schönste Kuhflade“

Donnerstag, 3. September 2009

„Von reifen Ansprüchen“ und „PEGGI-Marketing (2)

„Nur etwa ein Drittel der Senioren frequentiert noch das klassische ‚Pensionistenbankerl’ im Park“, sagt Hans Schnait, Geschäftsführer von coop 50 Plus. Passivität, Desinteresse und Betreuungsbedürftigkeit ehemaliger Seniorengenerationen sind Parametern wie aktiver Lebensgenuss, Bildungshunger und Gesundheitsorientierung gewichen.

Was das für den Tourismus heißt? „Die Angebotsdesigner müssen sich einen 40- bis 45-jährigen, wohl situierten Kunden vor Augen halten“, rät Schnait. Zukunftsforscher Reiter wagt sich weiter vor: „Die Älteren fahren künftig nur dorthin, wo auch die Jungen hinkommen. Schließlich sind sie darauf erpicht, authentische Jugendlichkeit zu leben.“ Seine Annahme: Destinationen, die junge Trendsetter ansprechen und für sich gewinnen, können in der Folge bei allen Generationen punkten. Die Ansprüche ähneln jenen an die Mode: trendig wie für 20-Jährige, jedoch nicht ganz so figurbetont und nicht ganz so knallig. Besonders den österreichischen Sommerzielen täte ein Staubwedel dringend Not, fügt der gelernte Visionär Reiter hinzu.

Generationsgerecht aufbereitet
„Alt will jeder werden, aber keiner will es sein“, heißt es treffend. Ältere Menschen verfolgen heute das Ziel, möglichst lang fit und aktiv zu bleiben, körperlich wie geistig. Eine Chance für moderate Fitness- und Sportangebote wie Nordic Walking, Langlaufen und Yoga und für Gesundheitsvorsorge, die in ihrer nachhaltigen, medizinisch betreuten Ausrichtung weit über Wellness hinausreicht. Ebenfalls gefragt: geistige Herausforderung, verpackt im Sprachkurs oder in der Wissensvermittlung in Form von beispielsweise einer „Architektour“.

Die körperliche Leistungsfähigkeit verringert sich trotz Gesundheitsbewusstseins naturgemäß mit den Jahren. Gewisse körperliche Unzulänglichkeiten wie eine Sehschwäche oder ein eingeschränkter Bewegungsradius geraten dann in einen Widerspruch zur jugendlichen Lebensführung. Für die Touristiker heißt es, genau hier mit einem modifizierten Angebot anzusetzen: Abschied nehmen von Kleingedrucktem in den Katalogen, von allzu bodennahen Betten und Sitzmöbeln, zur gefährlichen Rutschpartie neigenden Fliesenböden und einer Reihe Barrieren mehr.

„Urlaubsziele mit ausgeprägtem Servicecharakter werden das Rennen um den reifen Gast machen“, skizziert Reiter die mögliche Entwicklung. Der erfahrene Konsument schätzt Annehmlichkeit bis ins Detail: Die Buchungsbereitschaft steigt mit bequemen Features wie z. B. dem beheizten Skistall oder ganz einfachen, aber wirkungsvollen Goodies wie dem Kofferservice. Ein gutes Maß an Convenience schätzt im Übrigen auch die jüngere Generation, ebenso wie leicht verständliche und klar formulierte Botschaften.

Die Marketingteams sehen sich vor der Herausforderung, ein bedürfnisgerechtes Angebot mittels eleganter Diktion zu vermitteln, ohne am Alter anzustreifen. Wo einst „Senioren-“ draufstand, ist heute „Portion für den kleinen Hunger“, oder „Komfortliege“ oder „barrierefreier Zugang“ zu lesen. Der Lebensmitteltest, bei dem sich ein hochpreisiges Biomüsli namens „Vital plus“ durchsetzte, ausgestattet mit großen, farblich kontrastierenden Packungs-Lettern, gilt Schnait als Paradebeispiel für die Konsumhaltung einer Generation.

Undercover-Marketing

Und die vorbildlichen Beispiele aus Österreichs Tourismuslandschaft? Nun, wenn Sie bisher aufmerksam gelesen haben, wissen Sie, dass diese – zumindest offiziell – nicht existieren. Die Experten bewerten Angebote, die plakativ mit Altersbezeichnungen operieren, ja als richtig gehend kontraproduktiv. Erfolgversprechender scheint die unauffällige Ausrichtung von Angeboten und Marketing an die Bedürfnisse des älteren Publikums, damit die PEGGIs oder wie immer sie heißen, voll auf ihren jugendlichen Urlaubsgenuss kommen.


How to do

So holen Touristiker die erfahrenen Gäste mit hohen Ansprüchen an Standards und Serviceleistung ins Boot.


Angebotsgestaltung
• Bedürfnisse des reifen Marktes sondieren (Markforschung, Berater)
• seitens der „Jugend“ präferierte Produkte an die Anforderungen „älterer Generationen“ anpassen
• Convenience als Programm, z. B.:
Point-to-Point-Transport plus Kofferservice mit Förderbändern, Aufzügen, Shuttles;
„vorgewärmte“ Skiställe, Liftssessel
Beseitigung von Stolpersteinen wie Schwellen, Stufen, diffusen Lichtverhältnissen;
lesbare Schriftgrößen und Farbkontraste in Printprodukten, auf Displays und Websites;
Betten, Liegen und Polstermöbel „höher legen“, bequemer Einstieg ins Pool;
einfach bedienbare technische Geräte;
geführte Touren, betreute sportliche Aktivitäten
usw.;
In den Hotelshops z. B. Lesebrillen, Geschenke für die Enkel u. a. anbieten

Marketing und Kommunikation
• Klar und einfach formulierte Botschaften
• auf Altersangaben verzichten, stattdessen mit Signalwörtern arbeiten: Barrierefreiheit, stufenlose Erreichbarkeit, Aufzug, „Komfort-„ als Präfix für Liegen und Betten; „geräumig“ für Badezimmer und Schränke; von „Anti-Aging“ zu „Better Aging“ wechseln

gefragte Urlaubsformen
• Medical Wellness
• Erlebnis Natur, Land und Leute
• sanfter Aktivurlaub mit Langlaufen, Nordic Walking, Yoga, Schneeschuhwandern, Aqua-Sport, Höhenwandern usw.
• Studien-, Kultur- und Städtereisen
• Seminare und Kurse für Weiterbildung und Hobbys
• für den Urlaub mit Kindern (ob Enkerl oder Nachzügler): Urlaub am Bauernhof und See

Quellen: Rainer Münz, Leiter Entwicklung & Forschung Erste Bank, Hans Schnait, Geschäftsführer coop 50plus, Andreas Reiter, Zukunftsforscher, Hans Embacher, Geschäftsführer Bundesverband Urlaub am Bauernhof



Die Marktmacht der Silver Ager
• 42 % der EU-Bevölkerung werden 2020 über 50 Jahre alt sein
• In Österreich liegt der Anteil der über 60-jährigen bei 22 Prozent, 2030 wird er bei einem Drittel ankommen.
• In Deutschland leben etwa 31 Mio. Menschen über 50, 2020 werden es 37 Mio. sein.
• 51 % der deutschen Haushalte werden von Personen geführt, die über 50 sind
• Die jährliche Kaufkraft der Generation 50plus in Österreich beträgt 18,2 Milliarden Euro, das verwaltete Vermögen rd. 30 Mrd.

Quelle: coop 50 plus, Statistik Austria

Text: Alexandra Gruber

Mittwoch, 2. September 2009

Von „Reifen Ansprüchen“ und PEGGI-Marketing (1)

Die Gesellschaft altert, jedoch gar nicht still und leise. Die Generation der Baby-Boomer tauscht Lebensabend gegen -lust und schätzt ausgeprägten Service, besonders im Urlaub. Vom Potenzial des „Silber-Markts“, neuen Perspektiven und alten Klischees.

Haben Sie Ihren Seniorenausweis dabei?“ Fragen dieses Kalibers könnten sie richtig auf die Palme bringen, gab Christiane Hörbiger in einem Interview zu Protokoll. Warum? Ganz einfach: Weil sich die Hörbiger mit siebzig im Lebensstil einer klassischen Seniorin ganz und gar nicht wiederfindet.

Diese Einstellung dürfte bei einer ganzen Generation auf breite Zustimmung stoßen. Laut Berliner Altersstudie des Max Planck Institute for Human Development fühlen sich Menschen über 50 heute mindestens ein Dutzend Jahre jünger als im Pass vermerkt. Mittlerweile sind die Baby-Boomer der Nachkriegszeit, repräsentiert durch Aushängeschilder wie Iris Berben (58), Niki Lauda (60) oder Thomas Gottschalk (59), in den besten Jahren angekommen – eine Generation, die sich, wenn überhaupt, frühestens mit 75 in die Senioren-Schublade stecken lässt. Eben darum bedienen sich die Marketing-Macher – meist nicht minder schmeichelhafter – Euphemismen. Schon gehört vom „älteren Youngster“, von der „Generation Happy End“ oder den „neue Alten“?

Die Zukunft wird älter
Mit gefühlten 38 Lenzen bereits zum alten Eisen zählen? Mitnichten, eher zur Mehrheit, wie die demografischen Fakten belegen. „Die Alterung der Bevölkerung im gesamten westlichen Industrieraum ist eine der wenigen zu prognostizierenden Fixgrößen für die nächsten 50 Jahre“, so Zukunftsforscher Andreas Reiter. Drei Millionen über 50-Jährige stellen in Österreich schon heute über ein Drittel der Bevölkerung. In 20 Jahren werden Berechnungen der Statistik Austria zufolge 45 Prozent der Österreicher – rund vier Millionen – ihren 50. Geburtstag bereits hinter sich haben.

Generationensprung in die Vergangenheit: In den 1980er-Jahren kaprizierten sich zunächst private Fernsehsender wie RTL und SAT 1 auf die 14- bis 49-Jährigen als werberelevantes Publikum, als Restgröße blieb eben die Generation 50plus – bis heute, obwohl die damaligen Parameter keinerlei Gültigkeit mehr besitzen. Im Gegenteil, die Momentaufnahme bescheinigt den Mitfünzigern bis -siebzigern hohes Konsumpotenzial. Sicheres Einkommen sowie geringe Fix- und Anschaffungskosten für Wohnen & Co. erheben die vom Marketing häufig stiefmütterlich Behandelten in den Konsumadel. In Österreich stehen den über 50-Jährigen an die 30 Mrd. Euro Vermögen zur Verfügung, die jährliche Kaufkraft überschreitet 18 Mrd. Euro.

Grauer Markt, rosiges Potenzial„Die Angehörigen dieser Generation sind meist anspruchsvolle Verbraucher, die für Qualität und guten Service gerne mehr ausgeben. Dies eröffnet dem Handel, aber auch anderen Sparten, wie der Tourismus- und Freizeitwirtschaft, vielfältige neue Chancen", bezog sich Anna Maria Hochhauser, Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich (WKO), im Rahmen der Informationsveranstaltung „Beste Geschäfte mit der Generation 50plus“ auf die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage der WKO.

„In einer Gesellschaft des Jungseins gibt sich der Marktdialog mit den älteren Generationen als Gratwanderung, die keinesfalls auf Alters-Etikettierung und Ghetto-Produkten aufbauen darf“, betont Hans Schnait, Geschäftsführer von coop 50 Plus, einer auf Generationenmarketing spezialisierten Beratungsplattform aus Maria Lanzendorf bei Wien. Der „Senioren-Teller“ auf der Speisekarte oder die „Seniorenfahrt mit dem Bus“ gelten längst als restriktive Elemente beim Vorhaben, den modernen reifen Gast abzuholen.

Vertreter des „Reifenetzwerks“, einer Plattform deutscher Unternehmen aus Markt- und Werbungsforschung, meinen, ein Schlupfloch aus der ungeliebten Etikettierung durch das biologische Alter gefunden zu haben: Der Begriff „PEGGI“ steht für Persönlichkeit, Erfahrung, Geschmack, Geld, Interessen und spiegelt einen Lifestyle, nicht das biologische Alter wider.

PEGGIs im Profil

Persönlichkeit: vielschichtig & inhomogen
Erfahrung: selbstbewusst & erfahren
Geschmack: ausgebildet, anspruchsvoll & genussfähig
Geld: meist gutes Auskommen
Interessen: vielseitig & intensiv

Quelle: www.reifenetzwerk.de

Text: Alexandra Gruber

Dienstag, 17. Februar 2009

„Eine heiße Gondel“ oder „Aufguß-Marketing“

Ausgefallene Ideen zum Ankurbeln der Tourismusströme sind stets gefragt und die Fremdenverkehrsmanager ständig auf der Suche nach neuen. Im kühlen Finnland können Hitze suchende Gäste jetzt auch während einer Seilbahnfahrt schwitzen – in der ersten Saunagondel der Welt.

Im finnländischen Skigebiet Ylläs nahe der Grenze zu Schweden errichtete die österreichische Firma Doppelmayr die derzeit größte Seilbahn Finnlands, die 8-MGD „Ylläs 1“, die 2008 in Betrieb genommen wurde. Es ist dies übrigens erst die zweite Gondelbahn Finnlands (die erste installierte ebenfalls Doppelmayr anno 2000 in Levi).

Bisher weltweit einzigartig ist dabei die Sauna-Gondel: die Ylläs-Bahn ist mit zwei Kilometern nicht nur die längste finnische Seilbahn, sie hat neben einer VIP-Gondel als heiße Neuheit eine Sauna-Gondel. In der Bergstation wurde eine herkömmliche Sauna eingerichtet. Daneben steht die Saunagondel, die elektrisch aufgeheizt wird. Die Saunagäste begeben sich von den Saunaräumlickeiten in Badekleidung in die Kabine, die dann ins Förderseil eingeklinkt wird. Der schwebende Schwitzkasten fährt zuerst hinunter ins Tal und dann wieder bergauf, die Rundfahrt dauert 13 Minuten. Für alle Fälle werden Wärmekleidung und ein Feuerlöscher mitgeführt. Vier verspiegelte Einwegfenster bieten Ausblick auf die endlosen lappländischen Kiefern- und Birkenwälder.

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„Natürlich“, sagt Aki Rundgren, Manager des Sport Resort Ylläs, „ist die Saunagondel auch ein Gag für das Marketing. Skigebiete gibt es genug in Skandinavien und dem Rest der Welt. Da braucht man schon etwas Spezielles. Aber eine Sauna, die höchsten Ansprüchen genügt, ist sie eben auch.“

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Wer weiss, wenn schon nicht Österreichs Seilbahnwirtschaft, vielleicht schaut sich die ÖBB die Idee ab. Ein Saunawagon speziell auf den Nachtstrecken wäre eine echte Bereicherung…


Manfred Hluma

Dienstag, 25. November 2008

„Vom Gast 2.0“ oder „Mit Blogs um Gäste buhlen“ (3)

Aktivitäten der Österreich Werbung im Web 2.0

Unter Federführung bzw. Moderation der Österreich Werbung entstanden bisher folgende Österreich-Auftritte auf Web 2.0-Plattformen

www.xing.com/net/austriatourism2.0
„Touristiker aus Österreich“-Gruppe im Online-Business-Netzwerk XING

www.facebook
Österreich-Fansite unter „Austria“ mit über 200 Mitgliedern

www.twitter.com/austriatourism
soziales Netzwerk und ein Mikro-Blogging-Dienst. Angemeldete Benutzer können Text-Nachrichten mit maximal 140 Zeichen posten

www.flickr.com/austriatourism
Best of-Fotos der ÖW auf der Fotosite

www.youtube.com/austriatourism
Österreich-Kanal mit bisher über 40 Videos auf dem Videoportal Youtube

www.vimeo.com/austria
Österreich-Kanal auf dem Videoportal Vimeo

www.delicious.com/austriatourism.com
wichtige Links uns Linksammlungen für den B2B-Bereich auf der Bookmark-Site Delicious

Wegweiser durchs Web 2.0
Wie funktioniert das Web 2.0 überhaupt und wie kann ich es als Businessmotor einsetzen? Die ÖW präsentiert mit „Travel 2.0 in Österreich“ einen Guide für Touristiker. Der Wegweiser durch das „Social Web“ zum Download unter blog.austriatourism.com.


Blogroll für Gäste - Einige Blog-Projekte aus Österreich

Gasthaus Gletscherblick/Stubaital
www.gletscherblog.at

Hotel Glockenstuhl/Westerdorf
blog.glockenstuhl.at

Hotel Rudolfshof/Kaprun
www.rudolfshof.com

Karin Schmollgruber-Tourismusblog
www.fastenyourseatbelts.com

Kärnten-Blog von Ed Wohlfahrt
www.kaerntenblog.at

Kärnten Werbung
blog.kaernten.at

Lammertal-Blog
www.lammertal.info/blog

Ötztal-Blog
www.oetztalblog.com

ÖW-Kulinarik-Blog
blog.austria.info

ÖW-Tourismus-Know-how-zum-Angreifen-Blog
http://blog.austriatourism.com

SalzburgerLand Jugend-Portal
community.onebigpark.at

Sporthotel Stock/Zillertal
www.stock24.tv

St. Anton-Blog
www.stantonamarlberg.blogs.com

Weinviertler Museumsdorf-Blog
www.museumsdorf.wordpress.com

Weinviertler Winzerblog
www.winzerblog.at

Zell am See/Kaprun-Blog
blog.zellamsee-kaprun.com

Zillertal-Blog
www.zillertalblog.at

Alexandra Gruber

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